Burgenländische Künstler besetzen Haus in Neufeld/L Burgenland.


Das ehemalige Beamtenhaus in der Rennerstraße neben dem jetzigen Kulturzentrum steht seit langem leer und ist Eigentum der Stadtgemeinde Neufeld. Nach mehrmaliger Ablehnung durch die Gemeindeführung, in diesem Gebäude Raum für die freie Kunstszene zu schaffen, haben wir dieses Objekt besetzt.

WIR FORDERN:

EINEN SELBSTVERWALTETEN AKTIONSRAUM, WERKSTÄTTEN UND ATELIERS FÜR DIE FREIE KUNSTSZENE

Warum wir dies fordern:

Um als freie Künstler wahrgenommen zu werden, müssen wir unsere Arbeiten, Werkstätten, Ausstellungsräume meistens selbst organisieren und finanzieren.  Bildende Künstler stellen in vielen öffentlichen Räumen (z.B.: Banken, Hotels, Kulturzentren, Galerien, Cafés, Heurigen) aus. Sie stellen sicher 50 % der bildenden Kunst, die im Öffentlichen Raum im Burgenland gezeigt wird, frei, ohne Netz oder Finanzierung her, bekommen aber nicht einmal  5% vom gesamten burgenländischen Kulturbudget. Sie bestreiten Ausstellungen, Ankäufe bleiben oft aus.

Um Beachtung in der Öffentlichkeit zu erlangen, müssen freie Künstler ihre Ressourcen bis an die Grenzen ihrer existenziellen Grundlage ausreizen. Daher wollen wir Räume, in denen wir kostengünstig unsere künstlerische Arbeit machen und diese dann auch ausstellen können.

Mit der Besetzung des Gebäudes wollen wir die Substanz des Gebäudes für die freie Kunst nutzbar machen. Die Räumlichkeiten sollen Künstlern aller Kunstrichtungen offen stehen. Wir wollen somit die Möglichkeit für unkommerzielle – selbstverwaltete Kunst schaffen.

13. Juli 2012 Elke Mischling / Hans Wetzelsdorfer

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45 Gedanken zu „Burgenländische Künstler besetzen Haus in Neufeld/L Burgenland.

  1. Hurra, endlich bewegt sich wirklich was im Burgenland!
    Ich sage meine UInterstützung, im Rahmen meiner Möglichkeiten, zu!
    Möge die Übung erfolgreich sein!
    Ilse

  2. Peter Wagner sagt:

    Ein erster Aufschrei, endlich! Viel Erfolg – und lasst uns wissen, wie es weitergeht!
    PeterW.

  3. Josef Hojni sagt:

    Gute Aktion. Das alte “Beamtenhaus“ ist doch noch für etwas zu gebrauchen und vielleicht bleibt ein Stück vom alten Neufeld noch eine Weile stehen.

  4. Jungbauer Karin sagt:

    Find ich eine ausgezeichnete Idee. Neufeld hat schon sehr viel zu bieten, und das wäre eine wahrliche Bereicherung für uns! Kunst ist Leben heißt es doch – oder braucht Leben Kunst??? Kunst ist Kreativität… Kunst verbindet… Gerade in dieser Zeit brauchen wir kreative Geister!!!! Viel Erfolg

  5. Na dann – möge die Macht mit Euch sein – Viel Erfolg !

  6. hany istok sagt:

    Mich Interessiert Euer Vorhaben. Ich könnte Euch besser über Facebook „beobachten“ und weiterempfehlen. Die Infoas über Euch habe ich auch über Facebook bekommen…
    Grüße

  7. Petra Puchegger sagt:

    Sagt, wie wir Euch noch unterstützen können. Das Beste für Euer Vorhaben!
    Petra

  8. Heinz Schmid sagt:

    Eine sehr gute Aktion, wenn das Haus eh leer steht wird es sinnvoll genutzt und Neufeld und das Burgenland ist um eine weitere Kunststätte reicher. Ich halte euch die Daumen !

  9. Super! Wünsche Euch viel Aufmerksamkeit und letztendlich gutes Gelingen!

  10. Beate Sinowatz sagt:

    Manchmal rechtfertigt der Zweck eben doch die Mittel… hoffentlich bringt eure Aktion etwas Konkretes – das Gebäude und die Kunst wären es tausendmal wert…Und es gibt sicher in Neufeld einige UnterstützerInnen (auch beim Herrichten),,, 🙂

  11. ja, das samenkorn ist gelegt und wir sind guter dinge das aus diesem korn ein möglichst großer baum werden wird – noch besser eine plantage……..
    für das burgenland und die „freie szene“ wäre es ein wichtiger schritt v o r w ä r t s.

  12. Petra Lang sagt:

    Gratulation zur Aktion! Es bleibt zu hoffen, dass ein Neufelder Relikt zu neuem Leben erwacht!

  13. ich bin für eine gesunde „Mischkultur“- Plantage und freue mich sehr das dieses „Nein geht nicht“ einmal vom Tisch ist. Die freie Kunst-Szene lebt!

  14. mseifner sagt:

    mit freude hab ich festgestellt: „und sie bewegt sich doch!“ (die kleine burgenländische welt).

  15. auf dass diese aktion grossflächig gehört und gesehen wird – viel erfolg!

  16. Dorit Schopper sagt:

    Liebe Elke – lieber Hans!
    Kunst in all seinen Formen, ist ein wesentlicher Bestandteil unsereres Lebens. Im übertragenen Sinn:“Der Mensch lebt nicht von Brot allein…“ Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, dass die Kunst ihren Platz braucht, um einer breiten Öffentlichkeit zugängig gemacht werden zu können. Wir sehen eure Aktion als Zeichen eines „Aufmerksam machens“, dass der Umgang mit Kunst und die Förderung Kunstschaffender, in einem höheren Ausmaß honoriert werden soll.
    Gutes Gelingen
    Dorit & Joschi

  17. mehr raum für gute kunst
    und raum für zeitgenössische kunst muß geschaffen und immer wieder neu erkämpft werden, weil er ist ständig bedroht.
    in diesem sinne viel glück und erfolg bei der raumschaffung.

  18. reinhard mikel sagt:

    bin 20jahre im „süden“habe mit freunden etliches angestellt-höchste zeit wieder einmal aufmerksam zu machen,was sache ist mit den freischaffend,bildenden volle unterstützung meinerseits
    freu mich auf ein wiedersehen
    reinhard

  19. Patrizia Pomberger sagt:

    Ich befürworte diese Aktion und hoffe,dass das Anliegen der Künstler gehör findet

  20. Nun,
    Was ihr schreibt, kann ich nur bestätigen.
    Die Produktionsbedingungen für KünstlerInnen haben sich in den letzten 3 Jahrzehnten kaum verbessert und auch an den Strukturen der Kunstförderung wurde wohl nur wenig geändert.
    Ich schließe mich deshalb Euren Forderungen gerne an und wünsche Euch Erfolg bei den Verhandlungen über Neufeld hinaus.
    Wo ich kann, werde ich Euch gerne unterstützen!

  21. Dr Doris Millendorfer sagt:

    Die Aktion der beiden Künstler(innen),namentlich Fr. Elke Mischling u. Hr. Hans Wetzelsdorfer findet bei mir größten Beifall und Akzeptanz!- Ich bewundere den Mut,sich nicht nur für sich selber,sondern auch für d. anderen(nicht nur bgld) Kollegen(innen) zu exponieren und sich zum Sprachrohr für alle Beteiligten zu machen!
    Die Beiden haben definitiv einen Akzent gesetzt!!!

  22. Gerda Aigner-Silvestrini sagt:

    in der kleinen welt in neufeld bewegt sich etwas großes – ich freu mich über eure initiative!!!! meine unterstützung habt ihr und zwei helfende hände kann ich auch noch anbieten…
    viel kraft und ausdauer wünscht euch gerda

  23. Keno sagt:

    bravo mutter, weiter so!

  24. hoffe, die aktion wird eine erfolgreiche und wünsche den aktionisten alles gute. viel freude und kraft – daß die begeisterung anhält! alles liebe

  25. Laura Lang sagt:

    Besten Dank an euch beide! Ich finde es super, dass ihr damit auch jungen Leuten (wie mir zum Beispiel), die vielleicht nicht die finanziellen Mittel und den nötigen Raum zur Verfügung haben um frei arbeiten zu können, Möglichkeiten eröffnet, die sie sonst nicht hätten!
    Endlich tut sich was- ich unterstütze euch gerne dabei!

  26. Manfred Murczek sagt:

    Liebe Elke, lieber Hans!
    Während ich auf Urlaub bin, passieren zu Hause die bedeutendsten Dinge. In Zukunft bleib‘ ich z’haus. Gratulation an Elke und Hans! Medienprofis seid ihr eh‘, daher ist mein Angebot, euch kostenlos bei der PR zu unterstützen, wohl ein marginales … trotzdem sei es hier artikuliert. Nachdem ja aus vielen Dorferneuerungsprojekten, die in stundenlangen Sitzungen „entwickelt“ wurden (von euch, von mir und vielen anderen mehr oder weniger davon enttäuschten Neufelderinnen und Neufeldern) auf konventionellem Weg nichts zu werden scheint, ist der von euch gewählte auch der, den ich gerne unterstütze. Euer Mut sei Vorbild für (möglichst viele) andere. Liebe Grüße, Manfred Murczek

  27. Schade, dass es immer noch notwendig ist, mit besonderen Aktionen auf die Anliegen der Künstler aufmerksam machen zu müssen. Eine Gesellschaft, die sich nicht um ihre Künstler kümmert, verarmt auf vielen Gebieten.
    Toll, dass es immer noch kreative, kritische Künstler gibt, die nicht aufgeben!

    Ich gratuliere Elke Mischling und Hans Wetzelsdorfer zu ihrer Aktion, die ich ganz unterstütze.

  28. peggy schmid sagt:

    Es ist doch schade darum, das Haus noch mehr verfallen zu lassen. Vielleicht gibt es ja vom Beamtenhaus eine Hausgeschichte (Hauschronologie), die man „künstlerisch“ offen legen kann und so die Gemeinde ins Boot holen kann.

  29. unterstütze eure forderungen gerne – hoffe sie tragen früchte – aber nicht nur in neufeld sondern im ganzen land!

  30. Moritz Hoffmann sagt:

    Kunst braucht Raum und KünstlerInnen Arbeitsräume, ich finde die Besetzung ein wichtiges Zeichen! Wünsche viel Kraft und viele Folgeprojekte!

  31. Heinz Othmar sagt:

    Hallo Hans und Elke! Wir finden die Aktion bemerkenswert und wünschen, dass ihr Erfolg habt und das Beamtenhaus als Kunstraum zur Verfügung gestellt werden kann. Wir würden uns wünschen, dass das Haus erhalten bleibt! Viel Glück Christa und Othmar Heinz

  32. Christina Heinz sagt:

    Eine super Idee!! Ich würde euch gerne unterstützen und wünsche euch viel Erfolg.

  33. Petra Kießling sagt:

    Sehr gut! Gratuliere! Wehrt Euch! Alles kann nicht im Stillen Kämmerlein gelöst werden. Nicht nur dass es um die Überzeugung der politischen Entscheider geht, ich denke, dass es auch darum gehen muss, die Konsumenten und Nutzer künstlerischer Leistungen auf die Probleme und gesellschaftliche Position der Künstler/innen informiert, ja in den Prozess eingebunden werden sollten. Ich wünsche Euch viel Energie und Ausdauer diesen Weg weiter zu gehen.

  34. Norbert Math sagt:

    ich gratuliere euch herzlich zur gelungenen aktion!

  35. Andrea Bondi sagt:

    Eigentum der Stadtgemeinde Neufeld? Also somit auch Euer Eigentum!
    Mutige Aktion! Absolut notwendig…in Zeiten wie diesen ist Kunst und künstlerischer Ausdruck eine Frage des Überlebens der Seelen!!!!!!!
    Ich unterstütze Euch 100%ig!
    Andrea Bondi

  36. Cleo Ruisz sagt:

    tolle idee
    ich bin freischaffende künstlerin, wohnhaft in hornstein und würde mich gerne mal mit euch zusammensetzen

    mlg cleo

  37. Dr. Gesine Selig sagt:

    Es ist eine Chance, leer stehende Häuser für die Kunst zu öffnen. Woanders wie z.B. in Leipzig werden Leerstände zum Wohnen frei gegeben an junge Leute mit schmalen Budgets.

    Die Kunst braucht mehr Aufmerksamkeit! Ohne sie wär ein Leben heute nicht vorstellbar.

    Die Idee, die Gebäude zu besetzen, um Kunst anzubieten, ist gut! Kunst gehört in die Öffentlichkeit, benötigt Wirkungsraum und Entfaltungsmöglichkeiten. Kunst ist Diskurs mit der Realität im öffentlichen Raum.

    Glückwünsche ins Burgenland nach Neufeld! Weiterhin viel Kraft und Mut für die Kunst!

    Herzliche Grüße aus dem Norden von Deutschland!
    Dr. Gesine Selig

  38. Engelbert markuszewski sagt:

    Macht weiter…..Liebe Grüsse aus dem Ruhrgebiet

  39. Endlich kommt was in Bewegung. Höchste Zeit, Taten zu setzen und nicht mehr abzuwarten. Ich bin gespannt, wie es da weiter geht.

  40. KUNST BRAUCHT RAUM! DAMIT SIE ATMEN KANN!

  41. Sabine Kritsch Schmall sagt:

    Finde Euren Mut echt gut. Das ehemalige Beamten- als neues Kunsthaus wäre klass. Wünsche Euch viel Kraft.
    Sabine Kritsch Schmall

  42. … da ich die Erst-Kommentiereren am 13. Juli war, füge ich nur noch meine weiterhin guten Wünsche und wenn notwendig, meine Unterstützung im Möglichkeitsrahmen, hinzu! Ihr beide seid mutig gewesen, es gebührt euch der entsprechende E r f o l g ! Ilse

  43. ulrike truger sagt:

    ich unterstütze die forderung von euch künstler-kollegInnen sehr gerne und vollinhaltlich! kunst hat recht! ihr habt recht!
    mit kollegialen grüßen,
    ulrike truger

  44. Sabrina Hergovich sagt:

    Freie autonome Kunst im Burgenland einmal zu thematisieren ist ein Meilenstein. Ich finde es sehr mutig und inspirierend, dass ihr dies mit diesem so persönlich Einsatz tut. Ich hoffe sehr, dass ihr neue Räume eröffnet und dass eure Aktion von Erfolg gekrönt ist. Was autonome Kunst sein kann, wie sie durchgeführt und vorangetrieben werden kann an dem Platz, wo sie gemacht wird, das ist interessant. Die Fragestellung und Auseinandersetzung darüber ist interessant. Ich setze mich auch für diese Auseinandersetzung ein und unterstütze euch gerne.
    Mit freundschaftlichen Grüßen Sabrina Hergovich

  45. ich bin beeindruckt und begeistert…und für weitere Aktionen im ganzen Burgenland, denn es geht auch um Bewusstseinsbildung, um bemerkbar machen und Solidarität. ich danke euch für diesen bemerkenswerten Schritt!
    Marina Horvath

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